Textfeld: Das Projekt „Nebenbahnen 21“ befasst sich mit den Perspektiven zur Gestaltung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im ländlichen Raum. 
Mit der Öffnung des Schienenmarktes infolge der Bahnreform 1994 wurden die Zuständigkeiten für den SPNV regionalisiert, d.h. den Bundesländern übertragen. Diese setzen jedoch ihre neuen Kompetenzen bisher sehr sparsam ein, indem sie wenige SPNV-Leistungen ausschreiben. Hinzu kommt, dass weniger rentable Nahverkehrsstrecken sukzessive eingestellt oder privaten Anbietern übertragen werden, die die Versorgungsfunktion des SPNV oftmals nur unzureichend erfüllen. Des Weiteren stellen die sozialen und sozialräumlichen Entwicklungen des ländlichen Raumes ein großes Problem dar. Abseits von Ballungsgebieten überaltert die ansässige Bevölkerung oder wandert ab. Dieser Trend und die hohe PKW-Verfügbarkeit der Bevölkerung erfordern neue ÖPNV-Konzepte. 
Anlass zur Gründung des Projektes an der TU–Berlin war die geplante Betriebseinstellung der Strecke Neustadt–Rathenow im Bundesland Brandenburg zum Jahreswechsel 2003/04. Am Beispiel dieser Strecke versuchen wir die aktuelle Stimmung in Politik und Bevölkerung einzufangen und die Bedürfnisse und Forderungen aller Akteure zu erfassen. Hauptaufgabe ist es Möglichkeiten zu finden und (innovative) Konzepte zu entwickeln, um den Bahnverkehr auf den Nebenstrecken in diesen ländlichen  Regionen zu erhalten und zu verbessern.